Sechs Gründe gegen die Einzonung der Weinhalde

Am Sonnenberg soll mit dem Bebauungsplan Weinhalde ein rund 13‘000 Quadratmeter grosses Stück Landwirtschaftsland in Bauland eingezont werden. Dem Bau der dort geplanten Luxuswohnungen fällt Wald, Siedlungsgrün und Landwirtschaftsland zum Opfer, durch die autointensive Überbauung mit fast zwei Parkplätzen pro Wohnung entsteht übermässig Mehrverkehr und es verschwindet eine weitere grüne Oase in der Stadt Kriens. Wollen wir das? Das Komitee «Vernünftiges Wachstum Kriens» findet: NEIN - und zwar aus folgenden Gründen:

In Kriens wird aktuell (zu) viel gebaut

Kriens ist eine der grössten Baustellen der Schweiz. Es entstehen Hunderte neuer Wohnungen, im Schlund, im Obernau, quer durch das ganze Stadtgebiet. Immer mehr Wohnungen stehen leer. Bevor weitere Landreserven eingezont werden, muss Kriens den aktuellen Wachstumsschritt verdauen. Es braucht Lösungen für den Verkehr, den Schulraum etc., erst dann sollen weitere Grundstücke eingezont werden.

Kriens verfügt über genügend eingezontes Bauland

Trotz des aktuellen Baubooms verfügt Kriens noch immer über rund 40 Hektaren eingezones Bauland. Damit hat die Stadt genügend Spielraum für eine weitere Entwicklung, ohne dass noch mehr Landwirtschaftsland in Bauland umgewandelt werden muss.

Unnötige Waldrodung am Sonnenberg - mit Gefahren

Die geplante Erschliessung für die Luxusüberbauung am Sonnenberg soll durch den Mittelhustobel-Schutzwald erfolgen. Es müsste ein schönes Stück Wald dauerhaft gerodet werden. Das ist nicht nur für das Stadtklima schlecht, das Entzweischneiden des Mittelhustobel-Waldes schwächt dessen Schutzfunktion in Bezug auf Hangrutsche und Erosion gegenüber den unterhalb liegenden Gebieten.

Übermässiger Mehrverkehr durch Wohnquartiere und das Zentrum

Kriens ächzt unter dem Verkehr. Die massive Bautätigkeit der letzten Jahre und die aktuell bewilligten und geplanten Projekte führen die Stadt nahe an einen Verkehrskollaps. Während in anderen Städten deshalb fast nur noch autoarme Überbauungen bewilligt werden, soll an der Weinhalde eine Überbauung mit fast zwei Parkplätzen pro Wohnung entstehen. Das sorgt für ein übermässiges Zusatz- Verkehrsaufkommen, für noch mehr Lärm, Abgase und Stau. Vor der weiteren Einzonung von frischem Bauland müssen deshalb Lösungen für das Stau- und Verkehrsproblem in Kriens umgesetzt werden.

Auch an die nachfolgenden Generationen denken

In nur einer Generation, seit den 1980er-Jahren, hat die Siedlungsfläche in Kriens um 40 Prozent zugenommen. Mit diesem unverantwortlichen Bauboom übernutzen wir nicht nur die Natur, unseren Lebensraum und häufen Schulden an: Wir berauben unsere Jugend auch um den Handlungsspielraum für eine zukünftige, massvolle Entwicklung nach ihren eigenen Bedürfnissen.

Politische Zwängerei

Im Herbst stimmen die KrienserInnen über die Initiative «Einzonungsmoratorium für 15 Jahre» ab. Kurz vor dieser Abstimmung am Stimmbürger vorbei eine weitere Einzonung von Landwirtschaftsland in Bauland durchzudrücken, ist unredlich. 

Unterschreiben Sie (und Ihre Nachbarn, Freunde, Verwandte) deshalb JETZT das Referendum gegen die Umzonung der Weinhalde. Danke!